Die Spielregeln des Marktes für die Umwelt nutzen
Medienmitteilung vom 26.09.2008
Gebühren für Wasser, Abwasser oder Abfall sorgen immer wieder für Diskussionen. Die Vergleiche des Preisüberwachers sind denn auch beeindruckend: So schwanken beispielsweise die Kosten eines durchschnittlichen Drei-Personen-Haushalts für den Kubikmeter Frischwasser zwischen 0.50 und 3.70 Franken. Solche Differenzen machen stutzig. Reine Kostendiskussionen greifen allerdings zu kurz. Zum einen, weil die Voraussetzungen von Gemeinde zu Gemeinde sehr unterschiedlich sein können; zum anderen, weil das Verursacherprinzip längst nicht überall umgesetzt ist. So hatte beispielsweise im Jahr 2005 lediglich ein Drittel der Gemeinden in der Schweiz die Siedlungsentwässerung verursachergerecht finanziert. Gebühren und Umweltabgaben spielen auf kommunaler Ebene vor allem bei der Finanzierung von Versorgungs- und Entsorgungsaufgaben eine wichtige Rolle. Aus Sicht von Praktischer Umweltschutz Schweiz Pusch müssen die entsprechenden Finanzierungssysteme das Verursacherprinzip umsetzen, die Bevölkerung zu einem umweltschonenderen Verhalten motivieren sowie die Werterhaltung und den bedarfsgerechten Ausbau der nötigen Infrastruktur gewährleisten. Die neueste Ausgabe von «Thema Umwelt» beleuchtet den heutigen Stand der Umsetzung des Verursacherprinzips und die rechtlichen Rahmenbedingungen bei der Festlegung von Gebühren und Abgaben. Sie zeigt anhand konkreter Beispiele, wie Gemeinden in den Bereichen Abfall, Abwasser, Wasser, Energie und Mobilität mit der umfassenden Berücksichtigung sämtlicher Kosten und Einflussfaktoren die Spielregeln des Marktes zur Schonung der Umwelt und der natürlichen Ressourcen nutzen können.
Weitere Informationen:
Marianne Stünzi, stv. Geschäftsleiterin
Titelbild Thema Umwelt 3/2008 (pdf, 1.49 MB)


