Jack Wolfskin und Transa gehen soziale Verpflichtung ein
Die Grossen der Outdoor-Textilbranche wollen ihre Zulieferer und Arbeitnehmer in Zukunft fairer behandeln: Nach Mammut und Odlo treten nun auch der Hersteller Jack Wolfskin und der Outdoor-Händler Transa der «Fair Wear Foundation» bei.
Vor knapp einem Jahr waren mehr als die Hälfte der befragten Schweizer Outdoor-Firmen nicht bereit, Auskünfte zu ihrem sozialen Engagement zu geben. Die Bewertung durch die Organisation «Erklärung von Bern» (EvB) im Rahmen der «Clean Clothes Campaign» zeigte eine Branche, die trotz Investitionen in die Produktqualität noch erhebliche Mängel bezüglich Transparenz und Arbeitsbedingungen in den Fabriken aufweist. Zumindest die Global-Player in der Schweiz haben nun eine Vorreiterrolle übernommen: Nach Mammut und Odlo sind seit dem 1. Juli auch die Firmen Jack Wolfskin und Transa offiziell Mitglied der international arbeitenden «Fair Wear Foundation» (FWF).
Mit der Mitgliedschaft geht ein verbindlicher Verhaltenskodex einher, der die Einhaltung der Arbeits- und Menschenrechte in den Produktionsländern gewährleisten soll. Die Richtlinien schreiben neben der Bezahlung eines existenzsichernden Lohns auch das Vorhandensein eines Beschwerdesystems für die Arbeitskräfte vor. Sowohl Management, Beschaffungswesen als auch die Arbeitsbedingungen vor Ort werden regelmässig und stichprobenartig kontrolliert.
Die Sozialstandards der FWF gelten aufgrund dieser Massnahmen heute international als die umfassendsten der Bekleidungsindustrie.
