Nicht alle CO2-Kompensationsanbieter sind zu empfehlen
Immer mehr Menschen nehmen das Angebot wahr, die eigene Flugreise durch die Zahlung eines kleinen Beitrags ökologisch zu kompensieren. Trotzdem erfüllen laut einer Studie nur drei Anbieter solcher Kompensationen die nötigen Kriterien, um sie uneingeschränkt empfehlen zu können.
Das Angebot an CO2-Kompensationen ist vielfältig und oftmals schwer zu durchschauen. Die Verbraucherallianz «Fürs Klima» hat daher im Auftrag der deutschen Verbraucherzentrale Bundesverband VZBV diesen Sommer die Internetportale von vier Reiseveranstaltern, elf Fluggesellschaften und acht spezialisierten Kompensationsagenturen untersucht. Die Ergebnisse sind ernüchternd: Nur die Agenturen «Atmosfair», «myClimate» und «GoClimate» können ohne Einschränkung empfohlen werden, während von den Fluggesellschaften und den Reiseveranstaltern keine einzige dieses Prädikat erhielt.
Bewertet wurden vor allem die Qualität der geförderten Klimaschutzprojekte und die Berechnung der zu kompensierenden Treibhausgasemissionen durch den Flug. Während die Schutzprojekte meist gute ökologische und soziale Standards erfüllten, gab es bei den Fluggesellschaften bezüglich der berechneten Emission erhebliche Defizite. So verwendete keine der Airlines den vom Umweltbundesamt empfohlenen Korrekturfaktor RFI, der berücksichtigt, dass die Flugzeuge nicht nur CO2 ausstossen, sondern in der Atmosphäre auch zur Bildung von klimaschädlichen Stickoxiden und Ozon beitragen. In der Konsequenz setzten alle untersuchten Fluggesellschaften ihren Ausstoss an Schadstoffen zu niedrig an. Wer daher sicher gehen möchte, dass die Treibhausgasemissionen seiner Flugreise auf Basis einer realitätsnahen Berechnung eingespart werden, dem rät das VZBV zu den Kompensationsagenturen «Atmosfair», «myClimate» und «GoClimate».
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