Spritfresser Klimaanlage
An heissen Sommertagen ist jeder Autofahrer froh, wenn er dank Klimaanlage einen kühlen Kopf bewahrt. Eine neue Empa-Studie zeigt aber, dass Klimaanlagen aber oft unnötig eingeschaltet sind. Wer bei Aussentemperaturen von unter 18 Grad auf Kühlung verzichtet, spart Treibstoff.
Klimaanlagen in Autos sind bei hohen Aussentemperaturen wichtig für das Wohlbefinden und die Sicherheit von Autolenkern, da Hitze die Konzentrationsfähigkeit einschränkt und so zum Sicherheitsrisiko wird. Klimaanlagen schalten aber im heute üblichen Automatikbetrieb erst ab, wenn die Aussentemperatur unter fünf Grad sinkt. Eine neue Studie der Empa, der interdisziplinären Forschungs- und Dienstleistungsinstitution für Materialwissenschaften und Technologieentwicklung des ETH-Bereichs, zeigt, dass sich zwei Drittel des Zusatzverbrauchs von Treibstoff einsparen lassen, wenn die Klimaanlage bei Temperaturen unter 18 Grad manuell ausgeschaltet wird.
Klimaanlagen brauchen die Energie zur Verdichtung der Kühlmittel. Je stärker die Anlagen kühlen, desto mehr Treibstoff verbrauchen sie. Klimaanlagen verbrauchen aber auch dann Treibstoff, wenn es draussen kühler ist als im Auto. Gemäss arbeitsphysiologischen Untersuchungen fühlen sich Fahrzeuglenker komfortabel, wenn die Temperatur am Kopf gemessen 23 Grad beträgt. Das heisst, dass bei einer Aussentemperatur unter 18 Grad die Klimaanlage getrost ausgeschaltet werden kann. Mit dieser einfachen Massnahme liesse sich der gesamte Schweizer Treibstoffverbrauch um insgesamt zwei Prozent senken.
www.empa.ch


